[Gruselgeschichten] Die „Damien (The Omen)“ Trilogie von DMX

dmx instagram copyright jonathan mannion

DMX ist einer der umstrittensten Künstler im US-Rap. In Anlehnung an die Filmreihe „Das Omen“ spricht DMX mit Damien.

1976 lief der Kultfilm „Das Omen“ von Richard Donner in den Kinos an und erzählt die Geschichte von Damien, dem Sohn des Teufels, der in einer gut behüteten Familie aufwächst. Die Ziehmutter glaubt derweil, dass sie sich um ihr leibliches Kind sorgt. Schließlich mehren sich die „Unfälle“ in Damiens Beisein, sodass die Mutter allmählich glaubt, von ihrem Kind getötet werden zu wollen. Wahn oder Realität? Waren alle Vorfälle bloß unglückliche Vorkommnisse? Filmstarts reiht den Film neben die Klassiker Rosemaries Baby und Der Exorzist ein.

1998 erscheint das Debütalbum It’s Dark and Hell is Hot von DMX, auf dem sich das Lied „Damien“ befindet, welches er letztlich auch auf seinem „Best Of“ platzierte. Zu diesem Zeitpunkt ist Damien zu einem jungen Mann herangewachsen, wenn man davon ausgeht, dass er all die Fortsetzungen um seine Person überlebt hat. Auch wenn es keine direkte Verbindung zur Story des Films gibt, spinnt DMX die Geschichte weiter und überträgt sie in das neue Setting des New Yorker Ghettos. Dorthin, wo Damien auf seinem Streifzug leichte Beute mit perspektivlosen Jungs wie DMX machen kann.

DMX ist bei der Veröffentlichung gerade einmal 17 Jahre alt und geht direkt auf die Nummer 1 der Billboard Charts. Bis zum Jahr 2000 kann er vier Platinauszeichnungen sammeln. Auf den kommenden Alben Flesh of my Flesh, Blood of my Blood, welches ebenfalls 1998 erschien und noch mal die Verkäufe toppte, und The Great Depression folgten noch zwei Fortsetzungen, die letztlich die Trilogie vollendeten: „The Omen“ (mit kuriosem Featuregast Marilyn Manson; noch bevor Eminem im Jahr 2000 an seiner Seite zu The Way I Am in Erscheinung trat) und „Damien III„.

Pakt mit dem Teufel

Es beginnt mit der Sehnsucht nach einem Schutzengel, der einem den Weg weist. Die verlorene Seele von DMX trifft schließlich Damien, für den er ein gefundenes Fressen ist. Er verspricht dem von seinen Lebensumständen entmutigten X den erwünschten Wohlstand und Ruhm als Rapstar und hält sein teures Versprechen. Doch dann beginnt Damien seine Gegenleistungen einzufordern. Und das bedeutet für den jungen Earl Simmons aus New York über Leichen zu gehen und blutige Tribute zu erbringen.

Sowohl von der Performance als auch erzählerisch gehören die drei Tracks für mich zu den herausragendsten Horrorcore Tracks, die ich bisher für mich entdeckt habe. Zumindest zählen sie zu den ersten, in denen ich die Mischung von Rap und Horror/Thriller kennen lernen durfte, die fast filmisch funktionieren. Eine fortlaufende Geschichte mit naivem jungen Protagonisten, die von einem reflektierten jungen Erzähler performt wird. Auch wenn es mir während des Schreibens nicht direkt bewusst war, haben mich diese Songs wesentlich für meinen Song „Evil Mic“ (vom gleichnamigen Album) beeinflusst. Das kann ich an dieser Stelle offen zugeben.

Die Produzenten der Titel sind der Reihenfolge nach Dame Grease, Swizz Beatz und P.K..

01) Damien Teil 1 (1998)



Songtext mitlesen.

02) Damien Teil 2 (1998)

Songtext mitlesen.

03) Damien Teil 3 (2001)

Songtext mitlesen.

Blutkunst.com Playlist

Ich habe die drei Titel auch in die Blutkunst-Playlist hinzugefügt. Klicke HIER, um der Playlist zu folgen!

Und wenn du mehr über die Entstehung vom Album und über die Hintergründe zu DMX lesen möchtest, dann hat Pitchfork einen spannenden Beitrag für Dich. Auf jeden Fall lesenswert. Klick hier. Darin heißt es:

The centerpiece is “Damien,” a winding back-and-forth saga between X and his Hadean accomplice. The album builds to this moment, where X is seduced by his greatest admirer. In the throes of his own greed and pain, DMX embraces wickedness as a fair price for freedom from destitution.

Photo source/Copyright: DMX Instagram Jonathan Mannion

Schreibe einen Kommentar