[Faszination Horrorcore] Frauenarzt, Basstard und Nord Nord Muzikk im Interview

Artikel Horrorcore Copyright Noisey Vice

Pünktlich zu Halloween erschien ein Artikel auf Noisey, der sich mit der Geschichte von Horrorcore, als Subgenre des Rap, auseinandersetzt. Dafür wurden Frauenarzt, MC Basstard und die Mitglieder von Nord Nord Muzikk interviewt.

Gefährliche Inhalte?

Der Artikel gibt einen guten, kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte und gibt einen Überblick der prägenden Künstler des Genres. Es wird über den Einfluss der Musik auf die Jugend gesprochen und über bizarre Bekanntschaften mit Fans, denen diese Musik alles bedeutet. Selbstverständlich geht es auch um Indizierungen sowie Begegnungen mit der Justiz, aufgrund der umstrittenen Inhalte.

„Auch wenn die Atmosphäre sehr düster ist, kann die Musik auch schaurig schön sein“, erklärt uns Basstard. „Eigentlich mehr Märchen als Splatter.“ Auf sein erstes Tape Rap Dämon folgten jedoch gänzlich nicht-fiktive Hausdurchsuchungen und Razzien bei einem Bremer Radiosender, der einen Song von ihm gespielt hatte.

Warum ist Horrorcore in Deutschland eine Nische im Gegensatz zu den USA?

Aber auch um die Chancen von Horrorcore in den deutschen Mainstream vorzudringen:

„Die Amerikaner gehen anders mit der Horrorkultur um“, erklärt Frauenarzt. „Horror ist da Mainstream. Splatter sind Hollywood, Halloween ist wie Weihnachten. Freddy Krüger und Michael Myers sind Stars, die ohne Ende gefeiert werden.“ Solchen Inhalten werde in Deutschland schnell das Künstlerische abgesprochen, meint auch Kuba von Nord Nord Muzikk. „Die breite Masse stempelt Horror schnell als billigen Trash ab. […] Außerdem sei der deutsche Street- und Gangstarap stark muslimisch geprägt, meint Frauenarzt. „Diese Künstler konnten mit Horrorcore, was sehr böse und durchaus antireligiös auftritt, nicht viel anfangen.“

Das gesamte Interview könnt Ihr hier nachlesen. Sehr zu empfehlen!

Die Rapper Drama Kuba, Vorkkkone und Cannibal Rob von Nord Nord Muzikk kennt man unter anderem aus dem K.I.Z. Horrortrack „Neuruppin“.

Foto Quelle: Noisey Vice

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